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Aktuelle Infos

09.
Nov
2020

     Einkommensverluste durch Corona
 
Die Corona-Pandemie vergrößert die soziale Ungleichheit in Deutschland. Von Einkommensverlusten sind überdurchschnittlich oft Menschen betroffen, die schon zuvor eine schwächere Position auf dem Arbeitsmarkt hatten. Rund 32 Prozent der mehr als 6000 zweimal Befragten im Rahmen einer neuen Studie der Hans-Böckler-Stiftung gaben an, im April und/oder im Juni durch die Pandemie Einkommenseinbußen erlitten zu haben. Im Zeitverlauf stieg der Wert von 18,5 Prozent im April auf 26 Prozent im Juni. Parallel zur Lockerung der Kontaktbeschränkungen in diesem Zeitraum sank aber gleichzeitig der Anteil der Personen, die befürchteten, in naher Zukunft Einkommen zu verlieren. Unter dem Strich sagten im April knapp 49 Prozent, sie hätten entweder bereits Einkommen eingebüßt, oder sie rechneten damit. Im Juni waren es gut 44 Prozent, was die leichte Entspannung der Situation widerspiegelt. Aus Sicht des Deutschen Mieterbundes besteht aufgrund der erneuten Beschränkungen aufgrund der Corona-Pandemie dringender Handlungsbedarf des Gesetzgebers. So fordert der Mieterbund derzeit ein erneutes Kündigungsmoratorium von mindestens sechs Monaten sowie die Anpassung des Mietzinses für vom Lock Down betroffene Gewerbemietverhältnisse.

Umwandlungsbeschränkung und Baugebote wieder im Gesetzentwurf enthalten
 
Das Bundeskabinett hat am Mittwoch den Entwurf des Baulandmobilisierungsgesetzes beschlossen, in dem die Umwandlungsbeschränkung von Miet- in Eigentumswohnungen und die Baugebote wieder enthalten sind. Diese zwei Kernstücke des Entwurfs waren zuvor auf Druck der Immobilienlobby und einiger christdemokratischer Politiker ersatzlos gestrichen worden. Die massive Kritik u.a. des Deutschen Mieterbundes an der Streichung hat also gefruchtet. Nichtsdestotrotz enthält der Entwurf zahlreiche Lücken. Der Mieterbund kämpft momentan nicht nur dafür, dass das Gesetz auch tatsächlich kommt, sondern dass es im jetzt beginnenden parlamentarischen Verfahren im Sinne eines effektiven Mieterschutzes verbessert wird. Unsere aktuelle Pressemeldung dazu finden Sie hier.

 

Wiederaufflammen der Pandemie unterbricht wirtschaftliche Erholung
 
Die Coronakrise trifft die EU-Staaten unterschiedlich hart. In der ersten Jahreshälfte erlitt die Wirtschaftstätigkeit überall in Europa einen schweren Schock, erholte sich im dritten Quartal und ist nun durch das Wiederaufflammen der Pandemie in den letzten Wochen wieder erheblich gestört. In der am Donnerstag vorgelegten Herbstprognose 2020 geht die Europäische Kommission davon aus, dass die Wirtschaft des Euroraums 2020 um 7,8 Prozent schrumpfen wird, in Deutschland um 5,6 Prozent. „Das Wachstum wird 2021 wieder anziehen, aber es wird zwei Jahre dauern, bis die europäische Wirtschaft ihren Stand vor der Pandemie wieder erreicht“, sagte Wirtschaftskommissar Paolo Gentiloni
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Vonovia steigert den Gewinn
 
Laut dpa laufen die Geschäfte für Deutschlands größten Immobilienkonzern Vonovia dank Auslandszukäufen und steigender Mieten in Großstädten weiterhin gut. Beim Jahresziel für den operativen Gewinn will das Dax-Unternehmen das obere Ende der prognostizierten Spanne von 1,275 bis 1,325 Milliarden Euro erreichen. Davon sollen auch die Aktionäre profitieren, die für 2020 eine Dividende in Höhe von 1,69 Euro je Aktie bekommen sollen. Das wären 0,12 Euro mehr als ein Jahr zuvor. Im kommenden Jahr will das Unternehmen noch mehr verdienen. In den ersten neun Monaten des laufenden Jahres summierte sich der operative Gewinn auf gut eine Milliarde Euro, das waren rund neun Prozent mehr als im Vorjahr. Dazu trugen höhere Mieten, der Zukauf der schwedischen Hembla sowie der Neubau bei. Die Mieteinnahmen stiegen bei einem weiterhin geringen Leerstand um knapp 12 Prozent auf 1,7 Milliarden Euro.
 

 

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