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Aktuelle Infos

22.
Mär
2021

 Wohnkosten für ärmere Menschen steigen deutlich – zudem immer weniger Sozialwohnungen

Die durchschnittlichen Mietkosten für Haushalte, die Arbeitslosengeld II bezogen, stiegen von durchschnittlich 499 Euro im Jahr 2017 auf 533 Euro im Jahr 2019 und damit um fast sieben Prozent. Für Haushalte in Großstädten, die Anspruch auf den Bezug von Wohngeld hatten, stiegen die Mieten im gleichen Zeitraum von durchschnittlich 480 Euro auf 510 Euro und damit um rund sechs Prozent. Gleichzeitig ist die Zahl mietpreisgebundener Sozialwohnungen stark rückläufig. Gab es Ende 2017 noch über 1,2 Millionen Sozialwohnungen, waren es Ende 2019 noch 1,1  Millionen. In zwei Jahren gingen insgesamt 84 601 Sozialwohnungen verloren – ein Minus von sieben Prozent. Der Neubau von Sozialwohnungen konnte das Auslaufen existierender Preisbindungen nicht ausgleichen. Die Fördermittel für den sozialen Wohnungsbau hat die Bundesregierung um ein Drittel reduziert. Stellte sie von 2017 bis 2019 den Ländern noch rund 1,5 Milliarden Euro Kompensationsmittel jährlich zur Verfügung, so sind es seit 2020 nur noch eine Milliarde Euro pro Jahr.

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Anzahl von Bürogebäuden 2019 gestiegen

Die Zukunft von Büroimmobilien ist in Zeiten verstärkter Homeoffice-Nutzung unsicher. Vor dem Ausbruch der Corona-Pandemie stiegen die Zahl fertiggestellter Büro- und Verwaltungsgebäude und die dazugehörige Nutzungsfläche jedoch an. Im Jahr  2019 wurden bundesweit rund 1.800 solcher Gebäude fertig gebaut – das war der höchste Stand binnen zehn Jahren und ein Anstieg gegenüber 2009 um 4 %.
Im selben Zeitraum nahm auch die Nutzungsfläche fertiggestellter Büroimmobilien zu, um 8 % auf zuletzt 2,9 Millionen Quadratmeter. Ein Bürogebäude besaß damit eine durchschnittliche Nutzungsfläche von 1.620 Quadratmetern. Langfristig betrachtet ging die Zahl der errichteten Bürogebäude jedoch zurück. 2019 wurden nur knapp halb so viele Büro- und Verwaltungsgebäude fertig gestellt wie 1999 – damals waren es noch 3 400. Auch die neu hinzugewonnene Nutzungsfläche fiel 2019 deutlich geringer aus als vor 20 Jahren (1999: 4,8 Millionen Quadratmeter). Die einzelnen Gebäude wurden allerdings im Schnitt größer: Die durchschnittliche Nutzungsfläche stieg im selben Zeitraum um 16 %. 

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BImA verkauft jedes fünfte Grundstück verbilligt

Laut Immobilen-Zeitung verkaufte die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA) zwischen Mai 2015 und Mitte Februar diesen Jahres etwa 1.800 Liegenschaften. Davon wechselten 344 Grundstücke verbilligt den Eigentümer. Die Käufer, vor allem Kommunen, erhielten Abschläge von insgesamt 184,5 Mio. Euro. Davon wurden 120 Mio. Euro für sozialen Wohnungsbau nachgelassen. Für dieses Jahr meldet die BImA bis Mitte Februar bislang elf Verkäufe mit Preisnachlass. Die großvolumigste ist der Verkauf einer Fläche auf dem Gelände der ehemaligen Holderstock-Kaserne in Offenburg. Den gezahlten Verkaufspreis beziffert die BImA auf 2,94 Mio. Euro, die Verbilligung auf 350.000 Euro. Verhandelt wird derzeit über 240 Grundstücke, die Kommunen günstiger kaufen wollen.

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