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Neues vom Bundesgerichtshof

10.
Aug
2018

 Minderung bei schwersten Feuchtigkeitsschäden Die Minderung tritt kraft Gesetzes ein. Der Mieter genügt seiner Darlegungsverpflichtung, wenn er einen konkreten Sachmangel beschreibt, der die Tauglichkeit der Mietsache zum vertragsgemäßen Gebrauch beeinträchtigt. Das Maß der Gebrauchsbeeinträchtigung muss er nicht vortragen. Ebenso wenig ist es erforderlich, bei mehreren Mängeln eine Aufgliederung der Minderungsbeträge bezüglich der einzelnen Mängel vorzunehmen. Ist das Haus aufgrund gravierender baulicher Mängel weitgehend - wenn nicht sogar vollständig - gebrauchsuntauglich, ist eine Minderung der Miete von mindestens zwei Dritteln der Bruttokaltmiete gerechtfertigt.   Hier war das Erdgeschoss des Hauses infolge massiver Durchfeuchtung der Außenwände und eines großflächigen Schimmelpilzbefalls unbewohnbar. Das Dach war undicht und schadhaft mit der Folge, dass an den Wänden des Obergeschosses bei starken Niederschlägen das Wasser herablief und von der Decke tropfte. In den oberen Räumen kam es überall zu großflächigem Schimmelpilzbefall usw.

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